E-Bilanz

Alle bilanzierenden Unternehmen - unabhängig von Rechtsform und Größe - müssen ihre Jahresabschlüsse elektronisch an die Finanzverwaltung übermitteln. Welche Schritte sind konkret zu tun? Wie unterstützt DATEV bei der Umsetzung?

Die neue Taxonomie 6.0 ist für die Wirtschaftsjahre 2016 und 2017 gültig. Die Übermittlung auf Basis der Taxonomie 6.0 ist mit dem ERiC-Client (V. 25) möglich, der im Mai 2017 von der Finanzverwaltung zur Verfügung gestellt wurde. (Info-Datenbank, Dok.-Nr. 1080496).

Mit der Taxonomie 6.0 endet die bislang geltende Übergangsregelung, die Sonder- und Ergänzungsbilanzen der einzelnen Gesellschafter als Freitext in der Gesamthand zu übermitteln. Sonder- und Ergänzungsbilanzen sind als eigene E-Bilanz-Datensätze zu übermitteln.

Außerdem wird mit der Taxonomie 6.0 der Anlagenspiegel ab dem Wirtschaftsjahr 2017 ein Pflichtbestandteil, der auch neue zusätzliche Spalten vorsieht.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die Wirtschaftsjahre 2015 – 2017 zu den Taxonomien 5.4 und 6.0 für Übermittlungen:

Taxonomie 5.4

  • Gültig für die Wirtschaftsjahre 2015 und 2016
  • Mit ERiC-Client (V. 23) und entsprechenden E-Bilanz-Zuordnungstabellen (verfügbar seit Juli 2016)
  • Übermittlung der Sonder- und Ergänzungsbilanzen der einzelnen Gesellschafter als Freitext in der Gesamthand
  • Übermittlungsmöglichkeit des Anlagenspiegels als freiwilliger Berichtsbestandteil

Taxonomie 6.0

  • Gültig für die Wirtschaftsjahre 2016 und 2017
  • Mit ERiC-Client (V. 25) und entsprechenden E-Bilanz-Zuordnungstabellen (verfügbar voraussichtlich im Juli 2017)
  • Verpflichtend: Übermittlung der Sonder- und Ergänzungsbilanzen der einzelnen Gesellschafter nur noch als eigene E-Bilanz-Datensätze
  • NEU: Anlagenspiegel als Pflichtbestandteil mit neuen Spalten gültig ab dem Wirtschaftsjahr 2017

Das Wichtigste in Kürze

  • § 5b EStG: Elektronische Übermittlung der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung bzw. Überleitungsrechnung auf Basis des XBRL-Standards.
  • Vorgaben über Aufbau (Taxonomie) des elektronisch zu übermittelnden Abschlusses sowie Mindestpositionen (Pflichtfelder), die übermittelt werden müssen.
  • Androhung und ggf. Festsetzung von Zwangsgeld, falls ein Abschluss nicht elektronisch eingereicht wird. Eine Einreichung auf Papier ist nicht mehr möglich.
  • Auf Antrag kann zur Vermeidung unbilliger Härten auf eine elektronische Übermittlung des Abschlusses verzichtet werden.
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* XBRL ist ein weltweit anerkannter Standard, um Daten in einheitlichem Format auszutauschen. Bei der Veröffentlichung von Jahresabschlüssen im eBundesanzeiger ("EHUG") kommt er bereits zum Einsatz.

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Fragen zum Thema E-Bilanz beantwortet Ihnen gerne ein DATEV-Mitarbeiter.

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