Sonder- und Ergänzungsbilanzen

Im BMF-Schreiben vom 28. September 2011 ist geregelt, dass für Wirtschaftsjahre, die ab dem 1.1.2015 enden, Sonder- bzw. Ergänzungsbilanzen je Gesellschafter als eigener E-Bilanz-Datensatz an die Finanzverwaltung übermittelt werden müssen. Damit enden die bislang geltenden Übergangsregelungen (Sonder- und Ergänzungsbilanzen als Freitext in der E-Bilanz-Gesamthand).

Soweit die E-Bilanz-relevanten Angaben für Sonder-/Ergänzungsbilanzen nicht aus der Buchhaltung ableitbar sind und dem o.g. BMF-Schreiben nicht Rechnung getragen wird, können Sie vorerst auch weiterhin die Sonder-/Ergänzungsbilanzen als Freitext in der E-Bilanz der Personengesellschaft übertragen; das aktuelle Prüfmodul der Finanzverwaltung (ERiC) lässt das zu. Ob dies aber auch mit den neuen Versionen des Prüfmoduls (Versionen werden regelmäßig im November und Mai bereitgestellt) möglich sein wird, kann heute nicht beurteilt werden.

Neuer Abschlusserstellungsprozess für Personengesellschaften inkl. Sonder- und Ergänzungsbilanzen

DATEV bietet seit der Version 4.4 von Kanzlei-Rechnungswesen pro (Programm-DVD DATEV pro 8.3) eine funktional weiterentwickelte Unterstützung für das Rechnungswesen einer Personengesellschaft inklusive Sonder- und Ergänzungsbilanzen an. Diese Lösung wurde mit den anstehenden Programmversionen um zusätzliche Schnittstellen in die Steueranwendungen erweitert. Die neuen Möglichkeiten unterstützen Sie dabei, den Verpflichtungen aus dem o.g. BMF-Schreiben nachzukommen.

Daneben bieten sie weitere Vorteile: Sie unterstützen den Abschlusserstellungsprozess (inklusive Sonder- und Ergänzungsbilanzen) bis hin zur Deklaration, Ihr Arbeitsaufwand wird minimiert und Erfassungsfehler werden reduziert:

  • Darstellung der Verknüpfung von Gesamthand und Sonder- und Ergänzungsbilanzen im DATEV-Arbeitsplatz.
  • Eigene Zuordnungstabellen für Sonder- und Ergänzungsbilanzen mit entsprechenden Auswertungen. Auch eine negative Ergänzungsbilanz mit Erfassung von negativen Inventaren kann erstellt werden.
  • Anlag - negative Inventare in einer Ergänzungsbilanz (Video)
  • Möglichkeit automatischer Erstellung von Buchungssätzen für korrespondierende Buchungen in der Sonderbilanz der Gesellschafter. Somit entfällt die manuelle Erfassung in der Sonderbilanz.
  • Über die Programmverbindung zur Gewerbesteuer werden ab dem Veranlagungszeitraum 2015 die summierten Werte aus Gesamthand und Sonder-und Ergänzungsbilanzen übergeben.
  • Bei gleichzeitiger Nutzung der neuen Buchungsmöglichkeit "Zuordnung zu Gesellschafter" steht ab dem Veranlagungszeitraum 2015 eine Programmverbindung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung zur Verfügung, die die Werte aus der Gesamthand und den Sonder- und Ergänzungsbilanzen weitergibt.

Übernahme von Sonder- und Ergänzungsbilanzen aus Fremdprogrammen für die E-Bilanz-Übermittlung

Soweit die Werte für Sonder- und Ergänzungsbilanzen nicht in Kanzlei-Rechnungswesen pro gebucht, sondern zum Beispiel über Excel geführt werden, sind die E-Bilanz-Datensätze für die Sonder- und Ergänzungsbilanzen aus dem E-Bilanz-Datensatz der Gesamthand heraus bearbeitbar. Sie können aus der Gesamthand heraus für die jeweiligen Sonder- und Ergänzungsbilanzen einen eigenen E-Bilanz-Assistenten öffnen und die Werte aus Excel importieren oder manuell erfassen. Die Anlage eines eigenen Mandantenbestandes in Kanzlei-Rechnungswesen pro ist dafür nicht notwendig. Unterstützung bei dieser Lösung finden Sie in der Hilfe des E-Bilanz-Assistenten. Im Ratgeber finden Sie eine Anleitung unter „Ratgeber Excel-Import“.

Noch Fragen?

Fragen zum Thema Sonder- und Ergänzungsbilanzen beantwortet Ihnen gerne ein DATEV-Mitarbeiter.

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