Neues HBCI-Verfahren

Bankenabhängiger Funktionsumfang

Wenn Sie das neue HBCI PIN/TAN-Verfahren über finAPI einsetzen, müssen Sie je nach Bank mit Einschränkungen rechnen.

Warum wir das HBCI-Verfahren an einen Dritten auslagern

Beim Übermittlungsverfahren HBCI PIN/TAN werden die persönlichen Sicherheitsmerkmale des Kunden über das DATEV-Rechenzentrum an die Bank-Rechenzentren übermittelt. Deshalb ordnet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die DATEV beim Einsatz des HBCI PIN/TAN-Verfahrens als dritten Zahlungsdienstleister, also als Kontoinformationsdienst und Zahlungsdienstleister im Sinne der neuen Fassung des ZAG ein. Deshalb lagert die DATEV eG das HBCI PIN/TAN-Verfahren auf den Drittdienstleister finAPI aus. Dieser ist ab der zweiten Julihälfte 2019 nahtlos in die DATEV-Anwendungen integriert. Da finAPI über die durch PSD2 neu definierte XS2A-Schnittstelle mit den Banken Daten austauschen muss, kann DATEV Ihnen den heutigen Funktionsumfang des HBCI PIN/TAN-Verfahrens künftig nicht mehr anbieten.

Dies kann für Sie zu Einschränkungen bei der Nutzung führen. Die Einschränkungen sind zum Teil bankenabhängig. Das bedeutet, einige Banken bieten bestimmte Funktionen weiterhin an, andere nicht.

Generell gilt: gemäß ZAG/PSD2 muss die Bank den Leistungsumfang über die XS2A-Schnittstelle anbieten, den sie ab 14.09.2019 auch in ihrem Onlinebanking-Portal anbietet.

Sprechen Sie mit Ihrer Bank

Bitte fragen Sie den Ansprechpartner zum technischen Zahlungsverkehr in Ihrer Hausbank, ob und bis wann die folgenden Funktionen von Ihrer Bank für Drittanbieter bzw. über eine Drittanbieter-Schnittstelle (XS2A-Schnittstelle) noch angeboten werden.

  • Bei Kontoumsatzabfragen muss regelmäßig eine TAN eingegeben werden, dadurch ist kein automatischer Abruf von Kontoumsätzen mehr möglich. In welchen Abständen die TAN verlangt wird, legen die Banken fest.
  • Einige Banken bieten keine Sammel- oder Terminüberweisungen per HBCI PIN/TAN-Verfahren mehr an.
  • Bei einigen Banken entfällt auch der Geschäftsvorfallcode, der bisher als Kriterium für einen Lerndateieintrag verwendet werden kann.
  • Einige Banken bieten keine SEPA-Lastschriften per HBCI PIN/TAN-Verfahren mehr an.
  • Einige Banken bieten kein Batch-Booking-Kennzeichen mehr an. (Per Batch-Booking können Sie festlegen, ob eine Sammelzahlung als Gesamtbetrag auf dem Kontoauszug ausgewiesen wird oder ob die Kontoumsätze einzeln angezeigt werden.)
  • Einige Banken bieten keine so genannten Purpose-Codes mehr an. Es kann dann beispielsweise nicht mehr gesteuert werden, ob ein Lohn-Sammler im Kontoauszug aufgelöst dargestellt wird oder nicht (SALA).