EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2)

Neues HBCI PIN/TAN-Verfahren

Aufgrund der Vorgaben der EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) kann DATEV das HBCI PIN/TAN-Verfahren in seiner jetzigen Form nur noch bis September 2019 anbieten. Sie können auf das neue HBCI PIN/TAN-Verfahren über unseren Partner finAPI umsteigen, müssen allerdings mit Einschränkungen rechnen.

Die finAPI GmbH hat die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Kontoinformations- und Zahlungsauslösedienste im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes zu erbringen.

Sie können die finAPI GmbH direkt in den Programmen DATEV Zahlungsverkehr und Bank online beauftragen und einbinden. Im Programm Zahlungsverkehr wird das voraussichtlich ab der zweiten Junihälfte 2019 und in Bank online ab der zweiten Julihälfte 2019 möglich sein.

Umstellungskorridor

DATEV Zahlungsverkehr: Zweite Junihälfte 2019 bis 14.09.2019

DATEV Unternehmen online: Zweite Julihälfte 2019 bis voraussichtlich 05.09.2019

Einschränkungen beim neuen HBCI PIN/TAN-Verfahren

Aufgrund der gesetzlichen Änderungen können wir Ihnen den heutigen Funktionsumfang beim PIN/TAN-Verfahren künftig nicht mehr anbieten. Dies kann für Sie zu Einschränkungen bei der Nutzung führen. Die Einschränkungen sind zum Teil bankenabhängig. Das bedeutet, einige Banken bieten bestimmte Funktionen weiterhin an, andere nicht. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls bei Ihrer Bank.

DATEV-Rechnungswesen-Programme

  • Einige Banken bieten keine Terminüberweisungen per PIN/TAN-Verfahren mehr an.
  • Die Lerndatei Bank muss gegebenenfalls angepasst werden, weil der Aufbau des Felds Verwendungszweck geändert wurde. Bei einigen Banken entfällt auch der Geschäftsvorfallcode, der bisher als Kriterium für einen Lerndateieintrag verwendet werden kann.

DATEV Zahlungsverkehr

  • Bei Kontoumsatzabfragen muss regelmäßig eine TAN eingegeben werden, dadurch ist kein automatischer Abruf von Kontoumsätzen mehr möglich. In welchen Abständen die TAN verlangt wird, legen die Banken fest.
  • Einige Banken bieten keine SEPA-Lastschriften per PIN/TAN-Verfahren mehr an.
  • Einige Banken bieten kein Batch-Booking-Kennzeichen mehr an.
    (Per Batch-Booking können Sie festlegen, ob eine Sammelzahlung als Gesamtbetrag auf dem Kontoauszug ausgewiesen wird oder ob die Kontoumsätze einzeln angezeigt werden.)
  • Einige Banken bieten keine so genannten Purpose-Codes mehr an. Es kann dann beispielsweise nicht mehr gesteuert werden, ob ein Lohn-Sammler im Kontoauszug aufgelöst dargestellt wird oder nicht (SALA).
  • Auslandszahlungen außerhalb des SEPA-Raums sind mit dem PIN/TAN-Verfahren generell nicht mehr möglich.
  • Kontoumsätze können nicht mehr automatisiert abgerufen werden.

DATEV Unternehmen online

  • Es gelten dieselben Einschränkungen wie bei DATEV Zahlungsverkehr.
  • Zusätzlich: Keine tagesaktuelle Belegzuordnung in Bank online mehr möglich.

HBCI PIN/TAN meist gebührenfrei

Neben den genannten Einschränkungen hat das neue HBCI PIN/TAN-Verfahren gegenüber den Alternativ-Verfahren EBICS und RZ-Bankinfo einen wesentlichen Vorteil: Viele Banken erheben für PIN/TAN keine Gebühren.

Tipp: Alternativen zu HBCI PIN/TAN prüfen

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank, wie sie die starke Authentifizierung ab September 2019 umsetzen wird. Möglicherweise kommt für Sie auch ein alternatives Übermittlungsverfahren in Frage.

Detaillierte Informationen zum neuen HBCI PIN/TAN-Verfahren

  • DATEV Zahlungsverkehr - Umstieg von HBCI PIN/TAN auf den Finanzdienstleister finAPI
    (Dokument ab Juni 2019 verfügbar)
  • Bank online - Umstieg von HBCI PIN/TAN auf den Finanzdienstleister finAPI
    (Dokument ab Juli 2019 verfügbar)

Hotline: +49 911 319-36630

E-Mail: zag@service.datev.de

Wir stehen Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung.