Zusammenarbeit mit Banken

Zusammenarbeit konkret: So gehen Sie vor

Anlässe für ein Bankgespräch, bei dem Ihr Mandant Unterstützung benötigt, gibt es viele. Nehmen Sie diese Punkte zum Anlass, Ihre Mandanten beim Bankgespräch zu beraten.

Es geht um die Finanzierung von Investitionen, um das Thema Umschuldung oder die Erweiterung der Kontokorrentlinie. Auch beim Jahresgespräch oder beim laufenden Reporting können Sie Ihrem Mandanten beratend zur Seite stehen. Und schließlich geht es auch um Themen wie Vermögensübertragungen, Geldanlage und Altersvorsorge. 95% der Banken (Bankenbefragung durch DATEV) erwarten eine Qualitätsbuchführung. Eine Qualitäts-BWA rückt damit in den Mittelpunkt des Interesses:

Das Zusammenspiel zwischen Ihnen als steuerlichem Berater, Ihren Mandanten und deren Banken können Sie mitgestalten. Wie Sie die Zusammenarbeit mit Banken am besten angehen und durchführen können und mit welchen Lösungen wir Sie dabei unterstützen, haben wir für Sie im Folgenden Schritt für Schritt zusammengefasst.

1. Vertrauen schaffen - Mandanten informieren

Informieren Sie Ihre Mandanten über das Optimierungspotential der Zusammenarbeit mit Banken und gehen Sie dabei auf die Vorteile ein, wie z. B.:

  • schnellere Kreditentscheidungen
  • bessere Konditionen
  • frühzeitiges Erkennen der Liquiditätsengpässe

2. Auf Augenhöhe verhandeln - Banken informieren

  • Jede Bank setzt andere Prioritäten bei der Kreditvergabe. Sprechen Sie den Firmenkundenbetreuer Ihrer Mandanten aktiv an und klären im Vorfeld, welche Unterlagen konkret benötigt werden.
  • Dreh- und Angelpunkt für jedes Bankgespräch ist eine aktuelle Qualitäts-BWA. Standardisieren Sie die erforderlichen Unterlagen je nach Anlass des Bankgesprächs bezüglich Umfang/Turnus und berichten Sie regelmäßig an die Bank (Auswertungspaket anbieten).
  • Klären Sie, welche Informationen die Bank im Gegenzug Ihnen und Ihrem Mandanten übermitteln kann (hier eine Übersicht nebst Gesprächsanlässen). Dies könnten beispielsweise sein:
    • die Ratingnote mit Erläuterungen und Benennung verbesserungsfähiger Faktoren
    • eine Kapitaldienstrechnung mit Aussage zur Kapitaldienstfähigkeit
    • der Blankoanteil (Darlehen ohne Sicherheitshinterlegung)
    • Branchenvergleiche (zusätzlich zu denen der DATEV)
    • eine Vermögen-Schulden-Aufstellung
  • Nutzen Sie den elektronischen Datenaustausch (Zahlungsverkehr, Kontoauszugsdaten und Abschlussdatenübermittlung). Eine wichtige Rolle spielt hier die elektronische Datenübermittlung sowohl mit dem Mandanten als auch mit der Bank. So können im Rahmen des online-Datenaustausches aktuelle Jahresabschlussdaten mit den DATEV-Programmen Kanzlei-Rechnungswesen pround Unternehmensanalyse pro über die DATEV-Cloud beispielsweise an die Volks- und Raiffeisenbanken übermittelt werden.
  • Ein absolutes No-No allerdings: Verhandlungen über Kreditkonditionen für den Mandanten durch den Steuerberater direkt mit der Bank. Verantwortlicher Ansprechpartner für die Bank muss immer der Kreditnehmer persönlich sein, eine andere Konstellation untergräbt das Vertrauen der Bank zum Kreditnehmer und schwächt dessen Position - und damit die Ihres Mandanten.
  • Bei der Erstellung der Unterlagen für den Mandanten und die Bank bietet Ihnen DATEV umfangreiche Software-Unterstützung an: Nehmen wir den DATEV Controllingreport mobil, der die Entwicklung und die Tendenz der wirtschaftlichen Lage mit Grafiken und Kennzahlen kompakt und aussagekräftig darstellt. Oder das Tool Liquiditätsvorschau, das eine tagesaktuelle Vorausschau auf die Liquidität in den nächsten 90 Tagen ermöglicht. Mit DATEV Finanzanalyse pro, können geplante Investitionen und Finanzierungsalternativen in die Planungsrechnung in DATEV Unternehmensplanung pro integriert werden. Der Einsatz dieser Software stellt sicher, dass Ihnen als steuerlichem Berater keine Auffälligkeit, kein Liquiditätsengpass entgeht - und besser Sie sprechen Ihren Mandanten frühzeitig auf die entdeckten Probleme an, bevor die Bank es tut.

3. Kanzleialltag gestalten - Mitarbeiter einbinden

Nachdem Sie Ihre Mandanten und deren Banken informiert haben, empfehlen wir Ihnen, Ihre Mitarbeiter in den Prozess einzubinden. Gegebenenfalls lohnt der Aufbau eines BWL-Teams in der Kanzlei oder auch die Kooperation mit einem Unternehmensberater. Mitarbeiter können zum Beispiel eine Mandantenanalyse vornehmen, die kommenden Bankgespräche der Mandanten ins System einpflegen oder Ergänzungen zur BWA erstellen, z. B. mit dem Tool Liquiditätsvorschau oder dem Controllingreport.

4. Dienstleistung bekannt machen - Mandantenpotenziale erkennen

  • Bündeln Sie Ihr Leistungsangebot in verschiedene Beratungspakete je nach Mandant und Anlass und hinterlegen Sie diese im Dienstleistungskatalog Ihrer Kanzlei (mit entsprechenden Honorarangaben).
  • Erkennen Sie das Potenzial bzw. den Bedarf einer betriebswirtschaftlichen Beratung beim Mandanten (z. B. Vorbereitung des Kreditgesprächs für Neuinvestition bei der Bank, Vorbereitung der Prolongation eines Darlehens), halten Sie den Beratungsauftrag schriftlich fest und dokumentieren Sie alle relevanten Details der Beratung (Ziele des Mandanten klar und eindeutig herausarbeiten).
  • Holen sie rechtlichen Rat ein hinsichtlich der konkret geplanten Leistungserbringung und der Ausgestaltung der Vertragsverhältnisse, falls mit Problemen zu rechnen ist.
  • Klären Sie den Umfang der Berufshaftpflichtversicherung.

5. Zielgruppen identifizieren und Beratungsbedarf erkennen

Bei der Vorbereitung eines Mandantengesprächs unterstützt Sie das DATEV Daten-Analyse-System pro mit mandantenbezogene Analysen. Sie können mit dem Programm vorhandenen Fragestellungen zu ausgewählten steuerlichen Änderungen auf die Relevanz für Ihre Mandanten prüfen.

Das DATEV Daten-Analyse-System pro beantwortet u. a. folgende Fragen:

  • Wann enden die Zinsbindungen der Kredite (Ist) des Mandanten?
  • Wie hoch sind die Restschulden des Mandanten bei welcher Bank?
  • Wie hoch sind die Nominalzinssätze der Kredite (Ist) bei welcher Bank?

6. Gute Vorbereitung zahlt sich aus - individuelles Bankgespräch

  • Besprechen Sie bevorstehende Termine bei der Bank (etwa eine Jahresabschlussbesprechung) ein bis zwei Wochen vor Eintritt mit dem Mandanten und erfragen Sie dessen Erwartungen und Investitionsvorhaben.
  • Lassen Sie das letzte Bankgespräch Revue passieren.
  • Überlegen Sie gemeinsam, wie bereits bekannte Herausforderungen angegangen werden können.
  • Stellen Sie der Bank Unterlagen vor dem Gespräch zur Verfügung.
  • Fordern sie Analyse-Ergebnisse der Bank vor dem Gespräch ein; inkl. abschließender Fragen zu den bereits aufbereiteten Unterlagen
  • Bieten Sie dem Mandanten an, ihn zum Bankgespräch zu begleiten.

7. Langfristige Zusammenarbeit - Steuerberater - Unternehmer - Bank

Nicht selten scheitern Kreditverhandlungen der Unternehmer an Verständigungsschwierigkeiten mit der Bank. Durch eine regelmäßige Kommunikation mit dem Kreditinstitut tragen Sie dazu bei, diese Schwierigkeiten zu vermeiden. Zudem können Sie Ihre eigenen Dienstleistungen besser den Bedürfnissen Ihrer Mandanten anpassen - ein wesentlicher Baustein für die Zufriedenheit Ihrer Mandanten.

Noch Fragen?

Fragen zum Thema Zusammenarbeit konkret: So gehen Sie vor beantwortet Ihnen gerne ein DATEV-Mitarbeiter.

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