Winter im Baulohn

Saison-Kug und ergänzende Leistungen, Jahressonderzahlungen/13. Monatsgehalt, Feiertagsregelungen und aktuelle tarifliche Anpassungen - nur ein kleiner Ausschnitt aus den Aufgaben im Winter. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen.

Saison-Kurzarbeitergeld und ergänzende Leistungen

Bei witterungsbedingtem Arbeitsausfall im Zeitraum vom 01.12. bis zum 31.03. hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Saison-Kurzarbeitergeld (Saison-Kug), Mehraufwandswintergeld und Zuschuss-Wintergeld.

Das Saison-Kug ist eine Sonderregelung des Kurzarbeitergeldes und wird ebenso berechnet wie dieses. Grundsätzlich wird es ab der ersten Ausfallstunde gewährt.

Das Mehraufwandswintergeld wird gewerblichen Arbeitnehmern im Baugewerbe gewährt für geleistete Arbeitsstunden in der Förderungszeit vom 15.12. bis zum letzten Tag im Februar des Folgejahres.

Das Zuschuss-Wintergeld wird für jede in der Schlechtwetterzeit ausgefallene Arbeitsstunde gewährt, wenn durch die Auflösung von Arbeitszeitguthaben die Inanspruchnahme von Saison-Kurzarbeitergeld vermieden wird. Die Förderungszeit entspricht der von Saison-Kug (01.12. bis 31.03.).

Das Einbringen von Arbeitszeitguthaben wird vom Gesetz vorrangig vor der Inanspruchnahme des Saison-Kugs gesehen. Vorhandenes Arbeitszeitkonto-Guthaben muss eingebracht werden; eine Vorausleistung ist aber nicht verpflichtend.

Die Details zu den Regelungen der jeweiligen Gewerbe finden Sie im Elektronischen Wissen Lohn und Personal in folgenden Dokumenten. Zum Öffnen der Links ist eine DATEV SmartCard erforderlich.

* Sie finden die Dokumente auch im Elektronischen Wissen im "ABC-Themenlexikon" unter dem Stichwort "Saison-Kurzarbeitergeld und ergänzende Leistungen" beim jeweiligen Gewerbe.

Anpassung tarifliche Arbeitszeit

In den meisten Gewerben kann zwischen tariflicher und betrieblicher Arbeitszeitverteilung gewählt werden.

Die tarifliche Arbeitszeit muss zu Beginn eines jeden Kalenderjahres aktualisiert werden. Das Programm übernimmt dann die Vorbelegung der wöchentlichen Arbeitszeit anhand der tariflichen Soll-Arbeitszeit über die Schaltfläche Tabelle vorbelegengem. Tarif.

Details über die Arbeitszeitverteilung in den einzelnen Gewerben finden Sie im Elektronischen Wissen Lohn und Personal in folgenden Dokumenten. Zum Öffnen der Links ist eine DATEV SmartCard erforderlich.

* Sie finden die Dokumente auch im Elektronischen Wissen im "ABC-Themenlexikon" unter dem Stichwort "Neuanlage Mandant und Arbeitnehmer" beim jeweiligen Gewerbe.

Feiertagsregelung

Für die Tage 24.12. und 31.12. sowie den 25. und 26.12 und den 01.01. sind die Regelungen bezüglich der Freistellung und Entlohnung in den Gewerben vielfältig. Die Feiertage (25./26.12. und 01.01.) sind mit Feiertagslohn zu entlohnen, für den 24.12. und den 31.12. gibt es mehrere Möglichkeiten:

Von unentgeltlicher Freistellung über arbeitsfrei mit Lohnanspruch bis hin zu arbeitsfrei mit der Möglichkeit, den Lohnausfall durch Einsatz von Arbeitszeitkontoguthaben auszugleichen, sind viele Varianten möglich.

Das Gerüstbaugewerbe ist durch den Lohnausgleich hier völlig ausgenommen.

Die im jeweiligen Gewerbe zulässigen Möglichkeiten entnehmen Sie bitte im Elektronischen Wissen Lohn und Personal folgenden Dokumenten. Zum Öffnen der Links ist eine DATEV SmartCard erforderlich.

* Sie finden die Dokumente auch im Elektronischen Wissen im "ABC-Themenlexikon" unter den Stichworten "Feiertagsregelung" beim jeweiligen Gewerbe.

Lohnausgleich (Gerüstbau)

Im Gerüstbau haben gewerbliche Arbeitnehmer für den Zeitraum 24.12. bis 26.12. und die Tage 31.12. sowie 01.01. Anspruch auf Lohnausgleich.

Der Arbeitnehmer erhält einen Pauschalbetrag zur Abdeckung von Ansprüchen auf Entgeltzahlung an Feiertagen. Für das Berliner Gerüstbaugewerbe sind die Regelungen etwas anders, der Ausgleichszeitraum ist vom 24.12. bis 01.01. durchgängig.

Die Entscheidung darüber, ob während des Ausgleichszeitraums gearbeitet wird oder nicht, trifft der Arbeitgeber. Für Arbeiten während des Ausgleichszeitraums hat der Arbeitnehmer neben dem Anspruch auf Lohnausgleich zusätzlich Lohnansprüche.

Die genaue Umsetzung in den Programmen finden Sie im Elektronischen Wissen Lohn und Personal im folgenden Dokument. Zum Öffnen des Links ist eine DATEV SmartCard erforderlich.

Überbrückungsgeld (Gerüstbau)

Im Gerüstbaugewerbe besteht im Zeitraum vom 01. November bis 31. März bei Arbeitsausfall aus zwingend witterungsbedingten Gründen vor dem Anspruch auf Saison-Kug ein Anrecht auf Überbrückungsgeld. Pro Kalenderjahr erhält der Arbeitnehmer maximal für 150 Ausfallstunden Überbrückungsgeld.

Eine detaillierte Beschreibung der Umsetzung in den Programmen finden Sie im Elektronischen Wissen Lohn und Personal im folgenden Dokument unter dem Gliederungspunkt "Überbrückungsgeld". Zum Öffnen des Links ist eine DATEV SmartCard erforderlich.

Vortrag und Korrektur von Urlaub aus dem Vorjahr

Grundlegend werden die Vorjahreswerte automatisch vom Programm übernommen. Eventuell ist aber im Januar eine Korrektur oder ein Vortrag von Resturlaubswerten nötig.

Das kann unterschiedliche Gründe haben, z. B. Anspruch auf Urlaubstage ohne Vergütungsanspruch. Für Arbeitnehmer im Auslernjahr sind die Resturlaubsansprüche, sowie die Urlaubsvergütung am Jahresende zu ermitteln und im Programm vorzutragen.

Die Details zu den Regelungen der jeweiligen Gewerbe finden Sie im Elektronischen Wissen Lohn und Personal in folgenden Dokumenten. Zum Öffnen der Links ist eine DATEV SmartCard erforderlich.

* Sie finden die Dokumente auch im Elektronischen Wissen im "ABC-Themenlexikon" unter den Stichworten "Feiertagsregelung" beim jeweiligen Gewerbe.

Vortrag des Resturlaubs bei Arbeitnehmern im Auslernjahr

Für diese Arbeitnehmer sind die Resturlaubsansprüche am Jahresende zu ermitteln. Die Urlaubsvergütung für die zu übertragenden Urlaubstage wird am Jahresende aus dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen errechnet.

Bei der Berechnung der Urlaubstage gelten die Tage des Bestehens des Ausbildungsverhältnisses im Urlaubsjahr bei der Ermittlung der Urlaubsdauer als Beschäftigungstage. Während der Ausbildung im gleichen Urlaubsjahr bereits gewährter Urlaub ist anzurechnen.

Im Bauhauptgewerbe wird mit der Januar-Abrechnung der eingegebene Vortrag der Resturlaubswerte automatisch an SOKA-BAU als Datensatz RAMEL übermittelt. Voraussetzung für die Übermittlung sind die Eingabe der Vortragswerte, die Schlüsselung auf das vierte Lehrjahr/Auslernjahr sowie die Januar-Abrechnung.

Nähere Informationen entnehmen Sie im Elektronischen Wissen Lohn und Personal dem folgenden Dokument unter Punkt "Vortrag der Resturlaubsansprüche bei einem Arbeitnehmer im Auslernjahr mit der Januar-Abrechnung des Folgejahres". Zum Öffnen des Links ist eine DATEV SmartCard erforderlich.

Einmaliger Vortrag im Malergewerbe für Arbeitnehmer im Auslernjahr

Volljährigen Arbeitnehmern des Maler- und Lackierergewerbes im Auslernjahr wird auf Antrag des Arbeitgebers von der Urlaubskasse einmalig ein Betrag in Höhe von 153,39 Euro als Urlaubsentgelt in die Lohnnachweiskarte (Spalte 4a) eingetragen.

Der Vortrag wird genauso behandelt wie erworbenes Urlaubsentgelt aus Brutto-Lohn. Die Auszahlung des einmaligen Betrages aus der Lohnnachweiskarte erfolgt bei Urlaubsantritt des Mitarbeiters mit der Abrechnung der genommenen Urlaubstage.

Die Eingabe in den Lohnprogrammen finden Sie im Elektronischen Wissen Lohn und Personal im folgenden Dokument unter Punkt "Einmaliger Vortrag in der Lohnnachweiskarte". Zum Öffnen des Links ist eine DATEV SmartCard erforderlich.

zurück zur Übersichtsseite

Noch Fragen?

Fragen zum Thema Winter im Baulohn beantwortet Ihnen gerne ein DATEV-Mitarbeiter.

Kontakt aufnehmen