Gesetzesänderungen

Unfallversicherung – Einführung eines neuen Meldeverfahrens zum 01.01.2017

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat zusammen mit den anderen Spitzenorganisationen der Sozialversicherung die „Gemeinsamen Grundsätze zur Datenübermittlung an die Unfallversicherung“ nach § 103 SGV IV neu festgelegt.

Das Gesetz umfasst neben einer neuen Jahresmeldung zur Unfallversicherung, die seit 01.01.2016 für jeden Arbeitnehmer erstellt werden muss, auch die digitale Übermittlung des Lohnnachweises und den Abruf der für die Unternehmer relevanten Stammdaten (z. B. die Gefahrentarifstelle) über den UV-Stammdatendienst.

Die Teilnahme am Verfahren ist ab 01.01.2017 gesetzlich verpflichtend.

Voraussetzungen für den UV-Stammdatenabruf

Das neue UV-Meldeverfahren besteht aus mehreren Prozessschritten, die mit dem Abruf der Stammdaten initiiert werden. Zusatzvoraussetzungen hierfür sind

  • die Betriebsnummer des UV-Trägers
  • die Mitgliedsnummer
  • eine PIN (= persönliches Identifikationskennzeichen) als Zugangsvoraussetzung

Diese Zugangsdaten werden voraussichtlich im vierten Quartal von den Berufsgenossenschaften an die Unternehmen versendet.

Änderungen für die Übermittlung der Lohnnachweise ab 2017

Ab 01.01.2017 ist für das Veranlagungsjahr 2016 zusätzlich zu dem bisherigen (Papier-)Lohnnachweis auch der digitale Lohnnachweis bis spätestens 16.02.2017 zu übermitteln.

Für die Veranlagungsjahre 2016 und 2017 müssen die Lohnnachweise "alt" und "neu" parallel erstellt werden. Ab 01.01.2019 (für den Meldezeitraum 2018) ist dann nur noch der "neue" Lohnnachweis zu übermitteln.

Umsetzung

Ab den Jahreswechsel-Versionen (voraussichtlich Ende Dezember 2016) kann die PIN in den DATEV-Lohnprogrammen LODAS und Lohn und Gehalt erfasst werden.

Noch Fragen?

Fragen zum Thema Unfallversicherung – Einführung eines neuen Meldeverfahrens zum 01.01.2017 beantwortet Ihnen gerne ein DATEV-Mitarbeiter.

Kontakt aufnehmen