ISA

Berufsrechtlicher Hintergrund

Die EU-Kommission beabsichtigt im Nachgang zum Grünbuch zur Abschlussprüfung die ISA einzuführen, für alle Jahresabschlussprüfungen in allen EU-Mitgliedsstaaten. Der deutsche Gesetzgeber hat die verabschiedete EU-Richtlinie entsprechend umgesetzt und in § 317 Abs. 5 HGB aufgenommen.

Voraussetzung für die verpflichtende Anwendung der ISA ist die förmliche Annahme der ISA als Prüfungsstandards durch die EU-Kommission. Dieser Rechtsakt steht zurzeit noch aus. Mit der Annahme sind die ISA direkt anzuwenden. Eine freiwillige Anwendung der ISA ist bereits jetzt möglich.

Die Maßnahme der EU-Kommission zielt unter anderem darauf ab, die Qualität der Abschlussprüfung zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit der mittleren und kleineren Wirtschaftsprüferpraxen zu erhalten, gerade im Hinblick auf international geprägte Prüfmandate.

Seitens der nationalen Standardsetzer beziehungsweise der Berufsorganisationen können künftig nur Prüfungsstandards zur Regelung nationaler Besonderheiten - sogenannte Add-ons - herausgegeben werden. Alle übrigen Vorschriften sind international einheitlich geregelt.

Die ISA haben schon seit langem Einzug in die IDW-Prüfungsstandards gehalten. Grund hierfür ist die Mitgliedschaft von WPK und IDW beim weltweiten Dachverband der Wirtschaftsprüfer IFAC in New York, der unter anderem für die ISA verantwortlich ist. Das vom IDW angewandte Transformationsverfahren hat bereits dafür gesorgt, dass die Inhalte der ISA in den national ausgerichteten IDW-Prüfungsstandards berücksichtigt wurden.

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