Latente Steuern

Wenn Sie eine der nachfolgenden Fragen mit "ja" beantworten können, kommen Sie zukünftig nicht mehr darum herum, latente Steuern zu bilden:

  • Buchen Sie Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von länger als einem Jahr?
  • Gibt es Sonderabschreibungen?
  • Enthält die Bilanz Pensionsrückstellungen?
  • Haben Sie Investitionsabzugsbeträge erfasst?

Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurde die umgekehrte Maßgeblichkeit aufgehoben. Damit weichen Handels- und Steuerbilanz zukünftig stärker voneinander ab. Das führt regelmäßig zur Bildung von latenten Steuern. In der Praxis kann wohl beinahe jeder Steuerberater, der für seine Mandanten Jahresabschlüsse erstellt, eine der obigen Fragen mit "ja" beantworten. Daher ist das Thema für unsere Mitglieder von großer Bedeutung. Latente Steuern sind für alle Rechtsformen von Belang. Je nach Mandantentyp werden verschiedene Anforderungen gestellt, latente Steuern zu ermitteln. DATEV bietet zielgruppenspezifische Lösungen an, um latente Steuern zu ermitteln.

Die DATEV-Lösung denkt schon mal vor

Latente Steuern im Einzelabschluss für kleine und mittlere Unternehmen: Das Zusatzmodul Latente Steuern deckt die Mindestanforderungen an die Bilanzierung latenter Steuern im Einzelabschluss ab. Sie ermitteln rationell und zuverlässig

  • den Bestand und die Veränderung latenter Steuern nach § 274 HGB
  • bzw. die Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten im Hinblick auf eine zu erwartende Steuerbelastung nach § 249 HGB (sowohl nach IDW als auch nach BStBK) und
  • die sich ergebende Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB

Der Vorteil der DATEV-Lösung liegt darin, dass sich das Zusatzmodul einfach in den Prozess der Jahresabschlusserstellung integriert. Die Ergebnisse aus der Überleitungsrechnung von der Handelsbilanz und Steuerbilanz bilden die Grundlage zur Berechnung: Die errechneten latenten Steuern werden dann als Buchungssätze nach Kanzlei-Rechnungswesen pro oder Abschlussprüfung comfort/classic (ab Version 8.7) zurückgegeben. Das Zusatzmodul Latente Steuern generiert Auswertungen, Differenzenspiegel und Ausschüttungssperre, die wiederum Bestandteile für Abschlussprüfung und Bilanzbericht sind.

Latente Steuern für große Unternehmen (Konzerne, IFRS, Organschaften):Komplexere Sachverhalte lassen sich mit dem Zusatzmodul "Latente Steuern" nicht darstellen. Die ProgrammlösungDefTax, die von der fwsb GmbH, Eschborn entwickelt und vertrieben wird, schließt genau diese Lücke.

Im Rahmen einer Softwarekooperation mit der fwsb GmbH, Eschborn, bietet DATEV das Schnittstellenmodul Latente Steuern (Schnittstelle DefTax) an, das den Datenaustausch zwischen DefTax und den DATEV-Programmen gewährleistet.

Zusatzmodul Latente Steuern

Das Programm Latente Steuern wurde in Kooperation mit der fwsb GmbH, Eschborn entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Zusatzmodul zu Kanzlei-Rechnungswesen pro bzw. Abschlussprüfung comfort / classic (ab Version 8.7) und kann nur in Verbindung mit diesen Programmen genutzt werden.

Die größte Effizienz beim Einsatz des Zusatzmoduls Latente Steuern erreichen Sie, wenn Sie in Kanzlei-Rechnungswesen pro bzw. Abschlussprüfung comfort/classic eine Handels- und Steuerbilanz erstellen (Zwei-Bereich-Anwender). Die latenten Steuern lassen sich auch dann ermitteln, wenn Sie nur eine Bilanz, Handels- oder Steuerbilanz mit diesen Programmen erstellen (Ein-Bereich-Anwender). Folgende Leitfäden beschreiben Funktionen des Zusatzmoduls:

Latente Steuern (Schnittstelle DefTax)

Das Schnittstellenmodul Latente Steuern (Schnittstelle DefTax) erfordert die Installation mindestens eines der folgenden Programme: Kanzlei-Rechnungswesen pro, Körperschaftsteuer classic oder comfort (ab 2010), Gewerbesteuer classic (ab 2010). Weitere Informationen zum Programm DefTax finden Sie unter

Noch Fragen?

Fragen zu Latente Steuern beantwortet Ihnen gerne ein DATEV-Mitarbeiter.

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