Blick auf den Lohnzettel: 2020 bringt ein Plus für Alle

Mittlere Gehaltsklassen profitieren erneut am meisten

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2020 bleibt für alle Arbeitnehmer mehr vom Bruttogehalt übrig. Wie sich das in unterschiedlichen Gehaltsstufen und Steuerklassen auswirkt, hat DATEV berechnet. Quelle: DATEV eG

Nürnberg, 23. Dezember 2019: Die zum Jahreswechsel anstehenden gesetzlichen Änderungen bei der Einkommensteuer und der Sozialversicherung sorgen auch 2020 bei allen Arbeitnehmern für höhere Auszahlungsbeträge auf den Gehaltszetteln. Maßgeblich liegt das an einer erneuten Anhebung des steuerlichen Grund- und Kinderfreibetrags. Außerdem sinkt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung nochmals um 0,1 Prozentpunkt.

Auch wenn 2020 grundsätzlich alle Arbeitnehmer mehr Netto auf ihr Konto bekommen, fällt die Ersparnis im Vergleich mit den Entlastungen zum vorangegangenen Jahreswechsel deutlich geringer aus. Eine Übersicht, wie sich das konkret für verschiedene Gehaltsstufen darstellt, hat die DATEV eG in den Konstellationen Single (Steuerklasse I), verheiratet (Steuerklasse III), verheiratet mit zwei Kindern (Steuerklasse III) und alleinerziehend mit einem Kind (Steuerklasse II) berechnet. Das Gros der Entlastungen kommt demnach, wie bereits in den Jahren zuvor, in den Geldbeuteln der mittleren Gehaltsklassen an. Jenseits der Gehaltsstufe von 6.500 Euro sorgt dagegen die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen in der Renten- und Arbeitslosenversicherung dafür, dass ein Teil der Ersparnis wieder nivelliert wird.

Im Detail profitieren Singles und Alleinerziehende mit einem monatlichen Brutto-Gehalt von 6.500 Euro am meisten. Sie können sich über ein Plus von 267 bzw. 274 Euro im Jahr freuen. Unter den Verheirateten sind Beschäftigte mit einem Bruttogehalt von 4.500 Euro die größten Gewinner. Sie haben einen Nettozuwachs von 235 (kinderlos) bzw. 239 Euro (mit zwei Kindern) im Jahr in Aussicht. Am wenigsten kommt bei Verheirateten mit einem niedrigen Einkommen von 1.500 Euro an, da sich in dieser Gehaltsstufe die Anhebung des Grundfreibetrags kaum auswirkt. Bei ihnen beläuft sich die Steuerersparnis auf lediglich 8 (kinderlos) bzw. 11 Euro (mit zwei Kindern) im Jahr.

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