Sensible Unternehmensdaten selbstbestimmt und sicher teilen

DATEV beteiligt sich am Forschungsprojekt MANDAT

Nürnberg, 24. Januar 2022: In einer zunehmend datengetriebenen Ökonomie ist es wichtig, dass Unternehmen Daten so miteinander teilen können, dass sie größtmöglichen Nutzen stiften, ohne einzelne Teilnehmer zu benachteiligen. Wie sich das unter Einhaltung des Datenschutzes bestmöglich realisieren lässt, erforscht die DATEV eG in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ins Leben gerufenen und geförderten Forschungs- und Innovationsprojekts „Methoden zum Austausch von unternehmensbezogenen Daten in treuhänderbasierten Datenökosystemen“ – kurz MANDAT – erarbeiten die drei Konsortialpartner Konzepte und Lösungswege dafür.

Reibungsloses Teilen von Daten verbessert die Zusammenarbeit von Unternehmen – beispielsweise entlang von Dienstleistungsbeziehungen und Logistikketten. Doch auch wenn die Daten beiden oder mehreren Parteien zur Verfügung stehen sollen, ist es wichtig, dass die Eigentümer als souveräne und unabhängige Partner agieren und die Hoheit und Kontrolle über ihre Daten behalten. Ein vielversprechender Ansatz, um diesen Anspruch umzusetzen, ist das Konzept von Datentreuhändern, die zwischen datengebenden und datennutzenden Unternehmen vermitteln. Ein solches Treuhandkonzept lässt sich beispielsweise über digitale Ökosysteme umsetzen. Damit Unternehmen ihre Daten unkompliziert darüber austauschen können, benötigen sichere und smarte Werkzeuge für deren nach Möglichkeit automatisierte Vor- und Aufbereitung.

Sensible Daten vertrauensvoll austauschen

„Unsere Kundinnen und Kunden erwarten von uns Lösungen, die ihnen im Angesicht wachsender Flexibilisierung und Dynamisierung der Geschäftsprozesse die Souveränität über ihre Daten erhalten“, erläutert DATEV-CTO Prof. Dr. Christian Bär die Motivation, sich an MANDAT zu beteiligen. „Für genau solche Lösungen liefern die vom Projekt erwarteten Forschungsergebnisse die Basis, sodass bestehende Technologiepotenziale wirtschaftlich nutzbar werden – für den steuerberatenden Berufsstand wie auch für den Mittelstand.“

Im Projekt setzen die Partner unterschiedliche Forschungsschwerpunkte. So entwickelt DATEV in einem Teilprojekt zunächst Konzepte und Strukturen für ein sicheres, übergreifendes Identitäts- und Datenmanagement in betriebswirtschaftlichen Anwendungen. Dabei liegt der Fokus auf dem Austausch von Geschäftsdaten mit herausgehobener Sensibilität. Diese sollen portabel gemacht und datensouverän geteilt werden können.

Ziel ist es, dabei auch die Weitergabe von hoch sensiblen Daten an dritte Parteien vertrauensvoll zu ermöglichen, um die Grundlage für eine datenbasierte Abwicklung von Geschäftsbeziehungen sowie Beratungs- und Dienstleistungen zu schaffen. Dafür verfolgt DATEV einen dezentralen Ansatz, der auf offenen Standards wie etwa Social Linked Data basiert. Prämisse für die Gestaltung der dafür eingesetzten Verfahren ist grundsätzlich, dass alle Prozesse auch im Nachhinein nachvollziehbar und überprüfbar sind.

Mit Fragen zum Projekt oder für inhaltlichen Austausch zur Thematik können sich Interessierte gerne unter forschungskooperationen@datev.de an Prof. Dr. Andreas Both, Head of Research bei DATEV, wenden.

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