Im Fokus

DATEV Seismograf

Auch in Zeiten von Veränderungen vertrauen viele mittelständische Unternehmen auf die Expertise ihrer Steuerberaterinnen und Steuerberater. Diese haben fundierte Einblicke in die wirtschaftliche Situation und die Auswirkungen der veränderungsbedingten Herausforderungen auf das jeweilige Geschäft. Um einen breiteren Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Lage im Mittelstand sowie im steuerberatenden Berufsstand zu erlangen, hat DATEV im Juni 2022 den DATEV Seismograf eingeführt.

2. Befragungswelle (27. Februar - 6. März 2023)​

Die zweite Befragungswelle zeigt, dass Unternehmen zahlreichen Herausforderungen gegenüberstehen: So haben sie verschärft mit einer Überregulierung sowie Bürokratie zu kämpfen. Hinzukommt das deutlich gestiegene Zinsniveau und Finanzierungkosten. Drängendes Dauerthema bleibt der Fachkräftemangel. ​Dabei sind – gerade im Mittelstand – die steuerlichen Beraterinnen und Berater oft die ersten Ansprechpartner. Ihre Kernkompetenzen sind gefragt, um die wirtschaftliche Lage zu beurteilen, Liquidität abzusichern, Kredit- und Förderanträge zu stellen. ​7.500 Steuerberatungskanzleien wurden per E-Mail eingeladen, sich zwischen dem 27. Februar und 6. März 2023 an der zweiten Befragungswelle zu beteiligen. 477 Kanzleien haben den Fragebogen ausgefüllt.

Pressemeldung

Bürokratie und Überregulierung belasten Unternehmen

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74 Prozent der Kanzleien haben in ihrem Mandantenstamm bis zu 20 Prozent gefährdete Unternehmen. Der Durchschnittswert von existenzbedrohten Mandaten hat sich gleichzeitig leicht um einen Prozentpunkt auf 7 Prozent erhöht - verglichen mit der Befragungswelle aus dem Juni 2022.​

Unternehmen in Deutschland sind weiterhin mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. So sehen die Kanzleien neben dem akuten Fachkräftemangel vor allem eine Überregulierung und die Bürokratie als große Unsicherheitsfaktoren für ihre Mandantinnen und Mandanten. Neben den nach wie vor hohen Energiekosten haben die Betriebe zudem mit Personalausfällen und dem deutlich gestiegenen Zinsniveau zu kämpfen.

Die Überregulierung und Bürokratie sind in der Problemwahrnehmung von Rang vier innerhalb von neun Monaten (mit einem Zuwachs von 17 Prozentpunkten stark betroffener Mandate) auf Rang zwei gestiegen.

Bei den Maßnahmen, die ergriffen werden, um die Attraktivität der eigenen Kanzlei zu steigern, stehen eine gute technische Ausstattung des Kanzleiarbeitsplatzes in Verbindung mit flexiblen Arbeitszeiten an oberster Stelle.

1. Befragungswelle (2. - 10. Juni 2022)

Zahlreiche sich überlagernde Krisen belasten derzeit den Mittelstand: unter anderem der Klimawandel, der Krieg in der Ukraine, die noch nicht überwundene Corona-Pandeie, Rohstoff- und Energiepreise, die allgemeine Inflation. Angesichts dieser schwierigen Lage werden durchschnittlich sechs Prozent Unternehmensmandate der Kanzleien als insolvenzgefährdet eingestuft.

7.500 Steuerberatungskanzleien wurden per E-Mail eingeladen, sich zwischen dem 2. und 10. Juni 2022 an der ersten Befragungswelle zu beteiligen. 555 Kanzleien haben den Fragebogen ausgefüllt.

Pressemeldung

Mittelstand sucht in der Krise Unterstützung bei Steuerkanzleien

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Die Wirtschaft ist weiterhin durch eine Situation multipler Krisen herausgefordert: sei es die Energiekrise, der Arbeitskräfteengpass, die hohe Preisdynamik sowie der Ukraine-Krieg. Rund sieben Prozent der Unternehmen sind in der Folge aktuell von einer Insolvenz bedroht.​

Auch Unternehmen, die nicht akut von einer Insolvenz bedroht sind, sind mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. So sehen die Kanzleien bei 80 Prozent ihrer Unternehmenskunden einen akuten Fachkräftemangel, 70 Prozent sind von steigenden Energiekosten betroffen und 68 Prozent leiden unter den Rohstoffpreisen.

Dank der hohen Nachfrage bewerten die Kanzleien ihre wirtschaftliche Situation überwiegend optimistisch. Doch die Kehrseite der Medaille ist eine außerordentliche Arbeitsbelastung: 88 Prozent geben eine zum Teil erhebliche Überlastung an.

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