Japan

Am 8. September 1982 unterzeichneten der Präsident der japanischen Firma Tochigiken-Keisan-Center (TKC), Takeshi Iizuka, und der Vorstandsvorsitzende der DATEV eG, Dr. Heinz Sebiger, einen Kooperationsvertrag. Durch die Vertragsunterzeichnung wurde die seit 1972 bestehende Kooperation der beiden Partnerfirmen offiziell dokumentiert und der Willen zur Intensivierung der Zusammenarbeit bekundet.

TKC und DATEV: Erfahrungsaustausch mit Kooperationsvertrag besiegelt

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Der Unternehmenszweck beider Firmen ist es, die steuerberatenden Berufe bei ihrer Arbeit vor allem mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung zu unterstützen. Der kontinuierliche Erfahrungsaustausch soll dabei helfen, die Qualität der Dienstleistungen ständig zu verbessern, das Dienstleistungsspektrum zu erweitern und die Produktivität auf den Gebieten der Software-Entwicklung zu optimieren.

Für die Vertragspartner ist es daher eine ständige Herausforderung, diese Datenverarbeitungs-Systeme und die Datenverarbeitungs-Dienste dem Wandel des Berufsbildes anzupassen und entsprechend den rasanten technologischen Sprüngen weiterzuentwickeln, um so die steuerberatenden Berufe in die Lage zu versetzen, den größtmöglichen Nutzen aus der Datenverarbeitung zu ziehen.

Die fruchtbaren Kontakte zwischen TKC und DATEV wurden unter Masaharu Iizuka, dem Sohn und Nachfolger von Dr. Takeshi Iizuka, und Prof. Dieter Kempf (DATEV-Vorstandsvorsitzender bis März 2016), durch jährliche gegenseitige Informations- und Arbeitsbesuche fortgeführt.

TKC - EDV-Dienstleistungsorganisation der Steuerberater in Japan

"Dir hilft, was dem Anderen nutzt"

Die Idee zur Gründung der Firma Tochigiken-Keisan-Center (TKC), entstand bei Takeshi Iizuka Anfang September 1962 beim 8. internationalen Kongress der Wirtschaftsprüfer in New York. Zu dieser Zeit begannen über 7000 amerikanische Banken, einen Finanzbuchführungsservice mittels Computer anzubieten - was verheerende Auswirkungen auf das Arbeitsfeld der praktizierenden Wirtschaftsprüfer hatte. Es war zu befürchten, dass sich diese Entwicklung in Amerika auch auf Japan auswirkt. In Japan musste vermieden werden, dass Wirtschaftsprüfer und Steuerberater künftig ihre Mandanten an Banken verlieren. So stand für Takeshi Iizuka fest, für Kanzleien ein eigenes Rechenzentrum zu errichten.

Damals bestand bei japanischen Wirtschaftsprüfern kaum Berufsethik und die gesetzlichen Bedingungen für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater waren dürftig. Nach vielen Schwierigkeiten gelang es TakeshiIzuka, Strategien zur Sicherung des Arbeitsbereiches der steuerlichen Berater zu entwickeln. Seine Bemühungen setzten sich in der Branche der praktizierenden Steuerberater und deren Steuerberatungskanzleien durch. Nach der Gründung der Tochigiken-Keisan-Center AG am 22. Oktober 1966 in Utsunomiya entstanden TKC-Rechenzentren in Tokio, Osaka und Okayama.

Die Grundidee des Unternehmens TKC "Wahrung der Aufgaben und der beruflichen Stellung der Steuerberater sowie Vorbereitung auf zukünftige Anforderungen" ist bis heute unverändert erhalten geblieben. Nach wie vor wird die Philosophie "Dir hilft, was dem Anderen nutzt" als wegweisendes strategisches Unternehmensprinzip beibehalten. Die elektronische Datenverarbeitung wird für die Steuerberater stets unter den quantitativen und qualitativen Änderungen in der Geschäftswelt des Rechnungswesens genutzt und dabei die Modifikationen des Steuerrechts und des Steuerberatungsgesetzes berücksichtigt.