Geschichte

Chronologischer Überblick 1966 bis 1975

Zu den am jeweiligen chronologischen Ort erwähnten historischen Ereignissen wird, wo es geboten erscheint, ein kurzer Abriss über ihre Weiterentwicklung bis in die Gegenwart gegeben. Daher finden sich aktuelle Zahlen und Fakten nicht nur unter dem letzten Jahr der Chronologie.

14.2.1966 - Gründung der DATEV

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Aufnahme aus der Gründerzeit vor dem Schönen Brunnen in Nürnberg mit Heinz Sebiger (2.v.r.) und weiteren Gründungsgenossen.

65 Steuerbevollmächtigte aus dem Kammerbezirk Nürnberg schließen sich zusammen, um zur Bewältigung der Buchführungsaufgaben mit Hilfe der EDV eine genossenschaftlich organisierte Selbsthilfeorganisation aufzubauen. Ziel ist, den für den einzelnen unbezahlbaren Computer im Verbund einer Genossenschaft wirtschaftlich zu nutzen. Die Gründungsversammlung findet am 14.2.1966 statt.

31.1./1.2.1969 - Einweihung des DATEV-Rechenzentrums

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Einweihung durch Bundesfinanzminister Franz Josef Strauß (Foto: Bischof & Broel)

Nachdem drei Jahre lang die auf Lochstreifen erfassten Buchführungsdaten der DATEV-Mitglieder in einem externen Rechenzentrum verarbeitet wurden, lässt das starke Anwachsen der Mitgliederzahl die Einrichtung eines eigenen Rechenzentrums wirtschaftlich erscheinen. Es wird am 31.1./1.2.1969 eingeweiht. Die erste Ausstattung des Rechenzentrums besteht aus vier gemieteten IBM-Großrechnern mit einer Speicherkapazität von insgesamt 320 Kilobyte. Die Monatsmiete beträgt DM 245.000. Damit reiht sich DATEV unter die damaligen Großrechenzentren ein.

Neben den klassischen Rechenzentrumsdienstleistungen werden heute auch Application Service Providing (DATEVasp), Cloud-Dienste sowie IT-Sicherheitslösungen angeboten.

17./18.11.1969 - Eröffnung des DATEV-Kollegs

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Kolleg-Unterricht in den Anfangsjahren

Das am 17./18.11.1969 eröffnete DATEV-Kolleg vermittelt den Mitgliedern und ihren Mitarbeitern in Seminaren die erforderlichen Kenntnisse im Umgang mit den Programmen. Ebenso vermittelt es Hintergrundwissen, Know-how zu organisatorischen Fragen und informiert über aktuelle Themen. Die Akzeptanz des genossenschaftlichen Fortbildungsangebots ist von Anfang an gut.

Herbst 1971 - Entwicklung der DATEV-Niederlassungen

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Anzeige zur Eröffnung der DATEV-Niederlassung Stuttgart

Damit bei dem raschen Wachstum der Genossenschaft der persönliche Beratungskontakt zu den Mitgliedern nicht auf der Strecke bleibt, beginnt DATEV im Herbst 1971 regionale Betreuungsstellen einzurichten - zunächst in Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf, Hannover und Frankfurt.

Bundesweit gibt es derzeit 26 DATEV-Niederlassungen, darüber hinaus Informationsbüros in Brüssel und Berlin.

1973 - Aktion "Redesign" und weitere große Software-Umstellungen

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Programmbroschüre FIBU (1974)

Auf Grund der zügigen Entwicklung der Genossenschaft und des technischen Fortschritts der Großrechner hatten die für das eigene Rechenzentrum entwickelten Programme innerhalb weniger Jahre die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Nach mehrfachen Erweiterungen und Anpassungen wird 1973 eine völlige Neukonzeption vorgenommen. Die alten Programme 100, 200, 300 werden abgelöst von FIBU, KOST und OPOS. Unter der Bezeichnung "Redesign" geht diese erste große generelle Programm-Neuentwicklungsaktion in die Geschichte der DATEV ein.

Sie steht in einer Linie mit der Einführung des DATEV-Verbundsystems DVS (1984), der Umstellung der PC-Programme auf das 32-Bit-Betriebssystem Windows (1998/99) und der Einführung der Software-Generation DATEV pro (ab 2010).

1.9.1974 - Einführung der Datenfernübertragung bei DATEV

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Terminalcomputer TA 1000 von Triumph-Adler (Foto: Berthold Steinhilber)

Mit der Datenfernübertragung (DFÜ) eröffnet die Genossenschaft ihren Mitgliedern die Möglichkeit, am Terminal auf Magnetband erfasste Daten "online" über die Telefonleitung in das DATEV-Rechenzentrum nach Nürnberg zu übertragen. Für zeitkritische Daten kann nun die Schnelligkeit der EDV optimal genutzt werden (s. dazu auch Juni 1976: Einrichtung und Entwicklung des Datenfernübertragungsnetzes).

Die Einführung der DFÜ löst jedoch die physische Datenträgerübermittlung nicht sofort ab. Erst seit der Einstellung der Diskettenverarbeitung zum 31.12.1999 erfolgt die Übermittlung der Daten zwischen Kanzlei und DATEV-Rechenzentrum ausschließlich per DFÜ oder Internet.

März 1975 - Freigabe und Entwicklung der Steuerrechtsdatenbank LEXinform

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Dialogterminal zur Abfrage der Steuerrechtsdatenbank

Mit der Freigabe der Steuerrechtsdatenbank im März 1975 wird der "Grundstein" der heutigen LEXinform-Datenbank gelegt. 1993 wird sie als erste Dienstleistung von DATEV auf CD-ROM angeboten und leistet damit erneut Pionierdienste. Wirtschaftsinformationen seit 1995 und zivilrechtliche Informationen seit 2003 runden das Angebot ab. Die Informationen der Datenbanken LEXinform Steuern/Recht/Wirtschaft werden heute werktäglich aktuell im Rechenzentrum und Internet präsentiert. Die Datenbank ist aus vielen DATEV-Programmen direkt aufrufbar.

Zur Informationsbeschaffung über das eigene Datenbankangebot hinaus steht in allen Fragen der Wirtschafts- und Unternehmensberatung der DATEV-Recherchedienst zur Verfügung.

Herbst 1975 - Erstausgabe des Nachschlagewerks "Tabellen und Informationen"

Erstausgabe 1975

Im Herbst 1975 bringt die DATEV erstmals das Taschenbuch "Tabellen und Informationen für den steuerlichen Berater" heraus. Konzipiert als Hilfsmittel ist es bis heute ein unverzichtbares Nachschlagewerk in den Mitgliedskanzleien. Es stellt die wichtigsten steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Informationen in kompakter Form zur Verfügung.

Aus dem 32 Seiten dünnen Heftchen von damals ist ein über 500 Seiten starkes Taschenbuch geworden, von dem jedes Mitglied jährlich ein Gratisexemplar erhält. Das Nachschlagewerk ist inzwischen in zahlreichen Variationen, z. B. mit individualisierbarem Einband oder inkl. CD, erhältlich.

2011 wird die Reihe um zwei neue Ausgaben erweitert: "Tabellen und Informationen für den Unternehmer" und "Tabellen und Informationen Recht".