Liquidität der Mandanten analysieren und aktiv steuern

In diesem Schritt lernen Sie, wie Sie sich einen Überblick zur aktuellen Liquiditätslage Ihrer Mandanten verschaffen. Sie erkennen frühzeitig Engpässe, um Ihren Mandanten schnellstens zu unterstützen und notwendige Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Zuerst analysieren Sie die aktuelle Situation – welche liquiden Mittel stehen Ihren Mandanten im Betriebs- und Privatvermögen zur Verfügung? Welche offenen Forderungen und Verbindlichkeiten stehen an?

Erstellen und planen Sie den kurz- und mittelfristigen Bedarf an Liquidität – weitere Informationen und mit welchen DATEV-Lösungen Sie die Liquidität schätzen bzw. planen können, finden Sie hier:

Aufgrund eines Liquiditätsbedarf ist Ihr Mandant oft auf Fördermittel angewiesen – alles rund um Fördermittel erfahren Sie in Schritt 3.

Im Rahmen der Ermittlung des Liquiditätsbedarfs Ihrer Mandanten stellt sich oft folgende Frage: Rentieren und rechnen sich die Maßnahmen? Eine regelmäßige Überwachung der Liquidität im Rahmen der Buchführung schafft Klarheit – das lernen Sie in Schritt 5.

Beratungsleistung mit standardisierten Berichten dokumentieren

Eine qualitativ hochwertige Beratungsleistung sollte dokumentiert werden. Neben der umfassenden Analyse sollten die zu ergreifenden Maßnahmen und Handlungsempfehlungen abgebildet werden. Beratungsberichte bilden die Basis für den Erstattungsantrag Ihres Mandanten, wenn Fördermittel in Anspruch genommen werden.

Für unsere Lösungen DATEV Bilanzbericht comfort und DATEV Abschlussprüfung compact/classic/comfort erhalten Sie seit dem 15. Mai 2020 einen Musterbericht zum Beratungsbericht.

Sie sind schon beim BAFA registriert?

Bei Beratungsleistungen ist es immens hilfreich, wenn auf etablierte Prozessschritte zugegriffen werden kann. Für die Registrierung beim BAFA wird zudem ein Prozesshandbuch vorausgesetzt. Mit der Software DATEV ProCheck wird bereits ein Standardprozessmodell (individuell anpassbar) ausgeliefert, das entsprechende Informationen zum Beispiel zur Krisenberatung und Sanierungsfinanzierung enthält.

Sie nutzen das Programm DATEV ProCheck bisher nicht?

Lernen Sie den Funktionsumfang von DATEV ProCheck im Rahmen einer kostenlosen Produktpräsentation online kennen.

Die ersten Schritte bei der Programmanwendung und die notwendigen Einrichtungsschritte bei der Anpassung des Standardprozessmodells im Hinblick auf eine BAFA-Akkreditierung vermitteln wir Ihnen im Rahmen einer halbtägigen Online-Beratung.

Nutzen Sie bereits das Programm DATEV ProCheck?

Beim Akkreditierungsprozess kann ein Ausdruck vom Inhaltsverzeichnis Ihrer Prozesslandschaft zusammen mit einem Prozess aus dem Bereich der betriebswirtschaftlichen Beratung verwendet werden. Erfahren Sie, wie Prozesse aus DATEV ProCheck heraus für eine BAFA-Akkreditierung weitergegeben werden können.

Zudem prüfen wir im Rahmen einer einstündigen Online-Beratung Ihr ProCheck-Modell auf Vollständigkeit und empfehlen notwendige Ergänzungen. Im Bedarfsfall nehmen Sie anschließend Anpassungen bei den Strategie- und Leistungsprozessen vor.

Fördermittel suchen, empfehlen und einsetzen

Aus einem umfassenden Portfolio an Fördermitteln und Liquiditätshilfen müssen Sie für Ihre Mandanten die geeigneten heraussuchen. Mithilfe der DATEV Corona-Fördermittel-App und unserem Fachseminar finden Sie individuell für Ihren Mandanten je nach Region, Branche, Größe und weiteren Kriterien gezielt die passenden Fördermittel.

Für die Beantragung von Fördermitteln ist die Darstellung der wirtschaftlichen Lage Ihres Mandanten besoners wichtig. Gezielte Auswertungen und Controllingreports finden Sie daher in Schritt 5.

Kosten von Förderdarlehen berechnen

Zeigen Sie Ihrem Mandanten auf, welche Belastungen (Zins, Tilgung) durch die Inanspruchnahme von Krediten entstehen.

Mit welchen DATEV-Lösungen können Sie Kredite berechnen?

Mit DATEV Finanzanalyse berechnen Sie umfassend verschiedene Finanzierungsformen, beispielsweise Annuitätendarlehen und Tilgungsdarlehen. Sie können auch Tilgungsaussetzungen berücksichtigen.

Die Excel-Schnellberechnung "Annuitätendarlehen" ermöglicht die Berechnung von Annuitätenhöhe, Rückzahlungssumme und Laufzeit eines Annuitätendarlehens bei ganz-, halb- oder vierteljährlichem bzw. monatlichem Zahlungsturnus.

Bankgespräche professionell vorbereiten und begleiten

Öffentliche Unterstützungskredite und generelle Kapitalbedarfe werden im Regelfall über die Geschäftsbanken abgewickelt. Für die Beantragung benötigen die Geschäftsbanken Planungsunterlagen, im Regelfall eine Liquiditätsplanung. Mit DATEV Unternehmensplanung haben Sie die Möglichkeit einen Bericht mit den notwendigen Unterlagen für die Banken zu erstellen.

Die neue Berichtsvorlage "Krisenbericht" unterstützt Sie bei der Zusammenstellung relevanter Informationen für die Beantragung von Darlehen. Diese neue Vorlage enthält neben relevanten Planungsauswertungen auch Textbausteine für weitere notwendige Informationen. Sie können die Vorlage bei Bedarf individuell verändern.

Unternehmen erfolgreich durch Umsatzschwankungen lotsen

Die Erfolgssicherung Ihrer betrieblichen Mandanten setzt die richtige Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Situation und für unternehmerische Entscheidungen voraus. Mit einer zeitnahen und zukunftsorientierten Buchführung erkennen Sie Fehlentwicklungen rechtzeitig und können kurz- und mittelfristig in die Unternehmenssteuerung eingreifen.

Bei der Überwachung der wirtschaftlichen Lage Ihrer Mandanten unterstützt Sie Controllingreport comfort in Verbindung mit DATEV Unternehmensanalyse. Anhand von Kennzahlung, Trends und Grafiken auf Basis der laufenden Finanzbuchführung wird die wirtschaftliche Lage Ihres Mandanten aufgezeigt. Auffälligkeiten werden im Frühwarnsystem optisch hervorgehoben und lassen sich damit frühzeitig erkennen und regelmäßig überwachen.

Liquiditätsberatung als Geschäftsfeld in der Kanzlei etablieren

Ihr erfolgreicher Einstieg in die betriebswirtschaftliche Beratung

  • Entwicklung konkreter Beratungsangebote, die Sie sofort umsetzen können
  • Vermittlung von fachlichem Hintergrundwissen und Arbeitsprozessen
  • Tipps und Tricks zur Umsetzung mit den DATEV-Softwarelösungen
  • Praxisnahe Übungen von Präsentationstechniken und Mandantengesprächen

Die Einführung und der Ausbau von betriebswirtschaftlichen Beratungsleistungen stellen für Ihre Kanzlei eine Herausforderung dar. Wir unterstützen Sie dabei mit unserer sechstägigen Ausbildung, um das betriebswirtschaftliche Fachwissen und das vertriebliche Know-how mit den technischen Möglichkeiten der DATEV-Software zu verbinden – natürlich immer anhand von Praxisfällen.

Vom Erkennen des Beratungsbedarfs über die professionelle Erstellung der betriebswirtschaftlichen Beratungsleistung bis hin zu der Frage „Wie sage ich es meinem Mandanten?“. Sie profitieren von den Erfahrungen unserer Referenten und legen den Grundstein für eine erfolgreiche Umsetzung in Ihrer Kanzlei.

Mit regelmäßigen Online-Coachings mit DATEV Consulting den Geschäftsbereich Betriebswirtschaftliche Beratung erarbeiten.

DATEV SmartExperts nutzen

Nutzen Sie DATEV SmartExperts, um Ihre Leistungen und Hilfen für unberatene Privatpersonen und Unternehmen rund um die Corona-Krise zu platzieren.

Mit dem neuen Filter "Coronavirus-Hilfe" können Suchende nach Kanzleien filtern, die speziell in diesem Thema beraten.

Risiken richtig begegnen

Die Corona-Pandemie führt zu einer noch nie da gewesenen massiven Prüfung der Existenz- und Überlebensfähigkeit vieler Unternehmen in Deutschland. Tatsächlich wird bei bisheriger rechtlicher Beurteilung der Insolvenzantragsgründe ein signifikanter Anteil der Unternehmen bereits jetzt oder in naher Zukunft die Voraussetzung erfüllen, einen Insolvenzantrag zu stellen. Daher war es unumgänglich, durch eine schnelle gesetzliche Regelung - das COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz (COVInsAG) - die schlimmsten Folgen eines unverschuldeten Umstands für unsere Volkswirtschaft abzumildern.

Diese neue gesetzliche Regelung schafft zwar Luft für Betriebe, löst aber nicht das Problem einer weiterhin drohenden Insolvenzverschleppung.

Sie als steuerlicher Berater sollten sich intensiv mit möglichen Insolvenzantragspflichten Ihrer Mandanten sowie deren Dokumentation auseinandersetzen. Die Annahme, dass bis zum Ablauf der Sonderregel nun keiner mehr in Deutschland ein Problem mit Insolvenzantragspflichten habe, ist zumindest unprofessionell oder unter Umständen sogar fahrlässig. Eine Beurteilung Ihrer gefährdeten Mandate ist vor dem Hintergrund der zeitlichen Dringlichkeit äußerst ratsam.

Auf Grundlage einer geänderten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs obliegt es Ihnen als Steuerberater, eine individuelle Beurteilung der Sachlage bei Ihren Mandanten vorzunehmen und (dokumentiert!) entsprechende Hinweise zu möglichen Insolvenzantragspflichten zu geben. Besondere Fürsorge- und Hinweispflichten des steuerlichen Beraters gehen mit diesem Aspekt einher. Im Beratungskontext sollte eine fehlerhafte Beurteilung der Sach-und Rechtslage minimiert und eigene haftungs- oder strafrechtliche Risiken ausgeschlossen werden.

Übrigens: Im unserer Software DATEV Unternehmensplanung stehen Ihnen Berichtsvorlagen wie z. B. ein Planungs-, Krisen- oder Sanierungsbericht zur Verfügung. Zum einen zur aussagekräftigen Aufbereitung der Ergebnisse und zum anderen zur Dokumentation und Absicherung Ihres Haftungsrisikos.

Zudem können Sie mit Hilfe von DATEV Unternehmensanalyse eine Einschätzung und kritische Beurteilung der Insolvenzparameter mit Bonitätsprüfung und Insolvenzwahrscheinlichkeit erstellen.