Die Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS) hat eine Analyse zum Abschlussprüfermarkt in Deutschland veröffentlicht. Diese umfasst den Berichtszeitraum 2021 bis 2025 und untersucht insbesondere die Entwicklung der Anzahl der Unternehmen von öffentlichem Interesse und der Abschlussprüferpraxen, die Verteilung der Prüfungsmandate sowie die Entwicklung der Einnahmen aus Abschlussprüfungen und Nichtprüfungsleistungen und der Prüferwechsel.
Einbezogen sind die von der APAS direkt beaufsichtigten Abschlussprüfer, die Abschlussprüfungen bei Unternehmen von öffentlichem Interesse im Sinne des § 316a Satz 2 HGB durchführen. Die Analyse unterscheidet zwischen den Sektoren Kreditinstitute (KI), Versicherungsunternehmen (VU) und nichtfinanzielle Unternehmen (Non-FS).
Wesentliche Ergebnisse
- Entwicklung des Abschlussprüfermarkts: Die Anzahl der Unternehmen von öffentlichem Interesse ist im Betrachtungszeitraum von 1.014 auf 922 zurückgegangen. Die Anzahl der am Markt tätigen Abschlussprüferpraxen hat sich in den vergangenen Jahren stabilisiert und lag im Jahr 2025 bei 53.
- Verteilung der Prüfungsmandate: Die Anzahl der von den „Big Four“ geprüften Mandate ist im Betrachtungszeitraum kontinuierlich zurückgegangen. Während auch die „Next Six“ in den letzten beiden Jahren rückläufige Mandatszahlen verzeichneten, nahm die Anzahl der Mandate bei den übrigen Abschlussprüferpraxen („Sonstige“) zu.
- Entwicklung der Einnahmen aus Abschlussprüfungen: Trotz rückläufiger Mandatszahlen sind die Einnahmen aus Abschlussprüfungen im Betrachtungszeitraum um rund 40 % auf 832 Mio. Euro im Jahr 2025 gestiegen. Der Anteil der „Big Four“ an diesen Einnahmen ging von 92 % auf 86 % zurück, während die „Next Six“ ihren Anteil von 6 % auf 12 % steigern konnten.
- Nichtprüfungsleistungen: Die Einnahmen aus Nichtprüfungsleistungen stiegen 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund ein Drittel auf 289 Mio. Euro. Rund 95 % dieses Anstiegs entfielen auf die „Big Four“.
Weitere Einzelheiten sind der Marktanalyse zu entnehmen.
Quelle: Wirtschaftsprüferkammer