Der Zahlungsverkehr gehört zu den sensibelsten Prozessen eines Unternehmens. Gleichzeitig erwarten Mandanten heute schnelle Abläufe, hohe Sicherheitsstandards und möglichst wenig manuellen Aufwand. Genau hier setzt EBICS (Electronic Banking Internet Communication Standard) an.

Als etablierter Standard für den elektronischen Datenaustausch mit Banken schafft EBICS die Grundlage für einen sicheren, effizienten und durchgängig digitalen Zahlungsverkehr – und damit für eine moderne Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Kanzlei und Kreditinstitut.

Gerade in der heutigen Geschäftswelt ist E-Banking der Standard, um Zahlungen zu tätigen oder Kontoumsätze abzufragen. Da die Softwarelösungen dabei täglich große Datenmengen erzeugen und verarbeiten, bietet EBICS Komfort in den Bereichen Schnelligkeit, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Automatisierung.

Deshalb sollten Kanzleien, die ihre Mandanten bei der Digitalisierung ihrer Finanzprozesse begleiten, EBICS aktiv empfehlen.

Mehr Sicherheit und weniger Aufwand

Im Geschäftsalltag werden täglich Zahlungsaufträge erstellt, Kontoumsätze abgefragt und Bankdaten verarbeitet. Herkömmliche Freigabeverfahren mit TANs oder unterschiedlichen Authentifizierungsverfahren verschiedener Banken führen dabei häufig zu unnötigem Verwaltungsaufwand.

Mit EBICS werden Zahlungsaufträge verschlüsselt und elektronisch signiert. Die Übertragung erfolgt sicher und datenschutzkonform über das DATEV-Rechenzentrum an die jeweilige Bank. Die Freigabe kann komfortabel mit einer DATEV SmartCard oder DATEV SmartLogin erfolgen. 

Das bietet gleich mehrere Vorteile:

  • sichere und verschlüsselte Datenübertragung
  • elektronische Unterschrift statt manueller Freigaben
  • kein TAN-Management verschiedener Banken
  • schnelle und zuverlässige Zahlungsfreigaben
  • standardisierte Prozesse über unterschiedliche Kreditinstitute hinweg
Damit werden Zahlungsprozesse nicht nur sicherer, sondern auch deutlich effizienter.

Ein Authentifizierungsmedium für viele Banken

Besonders komfortabel ist der einheitliche Anmeldeprozess.

Statt für jede Bank eigene Verfahren und TAN-Medien zu verwalten, genügt bei DATEV ein Authentifizierungsmedium für sämtliche angebundenen Banken. Das vereinfacht den täglichen Zahlungsverkehr erheblich und reduziert organisatorischen Aufwand – insbesondere bei Unternehmen mit mehreren Bankverbindungen.

DATEV unterstützt EBICS unter anderem in den Anwendungen DATEV Zahlungsverkehr und DATEV Bank online.

Mehr als Technik – Grundlage einer digitalen Zusammenarbeit

EBICS ist weit mehr als ein Übertragungsverfahren.

Es bildet die technische Grundlage für durchgängige digitale Prozesse zwischen Unternehmen, Kanzlei und Bank. Zahlungsaufträge können ohne Medienbrüche erstellt, freigegeben und sicher übertragen werden. Gleichzeitig stehen Kontoumsätze mit Stand Vortag für die Finanzbuchführung zur Verfügung. 

Dadurch profitieren alle Beteiligten:

Unternehmen

  • schnellere Zahlungsprozesse
  • weniger manueller Aufwand
  • hohe Sicherheit
  • transparente Freigabeprozesse

Steuerberatungskanzleien

  • standardisierte Abläufe
  • weniger Rückfragen
  • sichere Zusammenarbeit mit Mandanten
  • effizientere Betreuung im Zahlungsverkehr

 

Den EBICS-Zugang richtig einrichten

Damit EBICS seine Vorteile vollständig entfalten kann, sollte bereits bei der Einrichtung auf eine saubere Struktur geachtet werden. Für die Nutzung schließen Unternehmen mit ihrer Bank eine Vereinbarung über das EBICS-Einzelverfahren ab. Darin werden unter anderem die Kontobevollmächtigten sowie deren Berechtigungen für die Freigabe von Zahlungsaufträgen festgelegt.

Besonders wichtig ist dabei die Vergabe der EBICS-Kunden-ID.

Jeder DATEV-Mandant beziehungsweise jeder eigenständige Buchhaltungsbestand benötigt eine eigene Kunden-ID.

Keine mandantenübergreifende Nutzung derselben EBICS-Kunden-ID.

Und, jedes Unternehmen, jeder Mandant bzw. jeder eigenständige Buchhaltungsbestand in DATEV, benötigt eine eigene EBICS-Kunden-ID.

Nur diese eindeutige Zuordnung stellt sicher, dass

  • Zahlungsaufträge und Kontoumsätze ausschließlich im richtigen DATEV-Bestand verarbeitet werden,
  • Datenschutzanforderungen eingehalten werden,
  • Unternehmen mit mehreren Gesellschaften sauber voneinander getrennt bleiben. 
Gerade Unternehmensgruppen oder Mandanten mit mehreren Gesellschaften sollten deshalb für jede Gesellschaft einen eigenen EBICS-Zugang nutzen.

Fazit

EBICS hat sich als Standard für den professionellen elektronischen Zahlungsverkehr im Geschäftsfeld etabliert. Das Verfahren verbindet hohe Sicherheitsstandards mit effizienten digitalen Prozessen und erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Kanzlei und Bank.

Die Authentifizierung mit DATEV und der Zugang über das DATEV-Rechenzentrum gewährleistet eine sichere und geschützte Übertragung.

Für Steuerberatungskanzleien bietet sich die Chance, Mandanten aktiv bei der Einführung zu begleiten und so einen weiteren Baustein für medienbruchfreie, digitale Finanzprozesse zu schaffen.

Wer heute auf EBICS setzt, reduziert manuellen Aufwand, erhöht die Sicherheit und schafft die Grundlage für einen modernen Zahlungsverkehr.

 

Weitere Informationen

Zur Einrichtung des EBICS-Verfahrens sowie zur Überprüfung und Optimierung bereits genutzter EBICS-Zugänge verweisen wir auf das Dokument EBICS: Voraussetzungen, Einrichtung, Übertragung – DATEV Hilfe-Center. Im Kapitel 2.3 finden Sie ein verlinktes Klick-Tutorial.

 

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