Das Erbbaurecht war lange Zeit gegenüber dem klassischen Grundstückskauf in den Hintergrund getreten. Angesichts steigender Grundstücks- und Baukosten gewinnt dieses Modell jedoch wieder an Bedeutung. Bereits seit über 100 Jahren bietet das Erbbaurecht die Möglichkeit, Grundstückseigentum und Gebäudeeigentum voneinander zu trennen: Der Grundstückseigentümer (als Erbbaurecht-Geber) räumt dazu dem Erbbaurecht-Nehmer die Nutzung seines Grundstücks zur Bebauung ein. Dieses Recht wird im Grundbuch eingetragen. Der Erbbaurecht-Nehmer wird dadurch alleiniger Eigentümer der Gebäude.

Da kein Grundstückskauf erforderlich ist, reduzieren sich die Anschaffungskosten. Somit ermöglicht das Modell sowohl Privatpersonen wie auch Unternehmen und Trägern im sozialen Wohnungsbau, die Baukosten im Rahmen zu halten. Auch laufen in den kommenden Jahren langfristige Erbbaurechtsverträge aus und müssen neu verhandelt und vergeben werden.

Allerdings birgt das Erbbaurecht auch Risiken, beispielsweise in Form steigender Erbbauzinsen, unsicherer Vertragsverlängerungen oder einer eingeschränkten Verwertbarkeit beim Verkauf oder bei der Finanzierung. 
Das Buch stellt die unterschiedlichen Aspekte des Erbbaurechts dar – schuldrechtlich, sachenrechtlich und steuerrechtlich sowie die Kombination mit Wohnungseigentum. 

 

Inhalte (Auszug)

  • Ein alter Vertragstext: Der erforderliche gesetzliche Inhalt eines Erbbaurechts 
  • Der vertragsmäßige Inhalt des Erbbaurechts: Die Komplexität eines Vorhabens 
  • Die Zustimmungen des Grundstückseigentümers über das Erbbaurecht (§§ 5 – 8, 15 ErbbauRG) 
  • Der Erbbauzins und weitere Gegenleistungen (§ 9 ErbbauRG) 
  • Das Entstehen des Erbbaurechts, seine Entwicklung und das Ende(§ 11 ff. ErbbauRG) 
  • Das Wohnungs- und Teilerbbaurecht (nach dem Gesetz über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht – WEG) 
  • Der wirtschaftliche Faktor beim Erbbaurecht 
  • Der steuerliche Faktor beim Erbbaurecht 

Hinweis

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