Der Investitionsmonitor Deutschland dokumentiert eine sehr volatile Investitionsentwicklung in der ersten Jahreshälfte. Vor allem die staatlichen Ausrüstungsinvestitionen unterlagen, getrieben von den Rüstungsausgaben, starken Schwankungen. Die staatlichen Bauinvestitionen schwankten insbesondere witterungsbedingt, zeigten jedoch keinen klaren Aufwärtstrend. Immerhin gab es zuletzt positive Signale für die Infrastrukturinvestitionen, denn die Auftragseingänge im Tiefbau sind im Sommer sprunghaft gestiegen. Die Unternehmensinvestitionen liegen nach einer ungewöhnlich starken Volatilität indes signifikant über dem Vorjahreswert. Die Aussicht auf eine steigende Kapazitätsauslastung im Zuge des Konjunkturaufschwungs sowie der Reformkurs der Bundesregierung wecken Hoffnung auf eine positive Trendwende. Angesichts zunehmend schwieriger Finanzierungsbedingungen und hoher geopolitischer Unsicherheit zeichnen die Indikatoren insgesamt jedoch noch ein gemischtes Bild. Schließlich setzten die privaten Wohnbauinvestitionen in der ersten Jahreshälfte ihren Abwärtstrend fort. Zudem haben sich einige Frühindikatoren für den Wohnbau zuletzt eingetrübt, was vermutlich auf den Gegenwind durch erneut gestiegene Bauzinsen zurückzuführen ist.
Quelle: KfW