DATEV Vorstand Sebastian Koch

Wenn Sebastian Koch über seine neue Aufgabe spricht, wirkt er konzentriert und nahbar. Kein Funktionärsdeutsch, keine Floskeln. Hier spricht einer, der zuhören kann. Seit Ende September 2025 ist der 50-Jährige Chief Business Development Officer bei DATEV. Sein Amtsantritt ist mehr als nur eine Personalie: Er ist das klare Bekenntnis, nah bei den Mitgliedern zu sein und eine konkrete Zukunftsvision zu haben. „Veränderung kann als Risiko betrachtet werden“, sagt Koch, „doch wenn wir sie aktiv annehmen, gestalten wir die Zukunft selbst.“ Gerade jetzt, da sich Kanzleien, Verwaltungen und Technologien in nie dagewesenem Tempo wandeln, sieht er in dieser Haltung die Voraussetzung, um als Berufsstand handlungsfähig zu bleiben.

Starke Zukunftsorientierung bei DATEV

Ins Zentrum seiner Aufgabe stellt der studierte Betriebswirt konkrete, tragfähige Lösungen für die Mitglieder. Nur durch sie und mit ihnen könne eine Genossenschaft wie DATEV erfolgreich die Zukunft formen. Zu diesem Zweck setzt der neue Vorstand auf das Prinzip „Transformation by Design“. Dabei werden Innovationen strategisch geplant, sodass sie Mehrwert schaffen, ohne die Stabilität einer bewährten Organisation aufzugeben. „Schnelligkeit allein bringt uns nicht weiter“, ist Koch überzeugt. „Entscheidend ist, dass neue Ideen praxistauglich sind und Vertrauen stiften.“ Der genossenschaftliche Gedanke bleibt für ihn stets leitend: „Wir wollen mittel- und langfristige Lösungen entwickeln, die Zukunftssicherheit bieten.“

In seinen ersten Wochen bei DATEV hat Koch erlebt, wie stark das Unternehmen bereits auf die Zukunft ausgerichtet ist – von digitalen Prozesslösungen bis zu KI-Anwendungen. Sein Ressort Business Development knüpft daran an: Die Weiterentwicklung des Geschäfts ist für ihn mehr als das Schaffen neuer Angebote. Koch ist wichtig, dass DATEV Orientierung im Wandel bietet – beim Management der Kanzlei ebenso wie bei gesellschaftlichen Themen wie der demografischen Entwicklung und der digitalen Transformation. „Wir werden nicht jede Herausforderung lösen, aber Kanzleien so begleiten, dass sie zukunftsfähig bleiben und profitabel wachsen.“

Koch denkt bereits über die Digitalisierung hinaus. „Die Technologie entwickelt sich rasant. Das betrifft Kanzleien, Mitglieder und Finanzverwaltung.“ Wenn KI in ähnlichem Tempo Einzug hält, werden immer mehr Abläufe automatisiert, andere entstehen gänzlich neu. Entscheidend sei, so Koch, welche Tätigkeiten langfristig bleiben und welche Kompetenzen künftig gefragt sind. Die Finanzämter stünden vor ganz ähnlichen Entwicklungen. „Wir müssen verstehen, wie sich die Verwaltung neu aufstellt und welche Rolle der Berufsstand einnimmt“, sagt Koch. Zugleich gehe es darum, die Zukunft aktiv mitzugestalten. DATEV wolle Weitblick bieten und keine vorgefertigten Antworten liefern.

Vertrauen als höchstes Gut

Digitalisierung ist für Koch kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um die Kanzleiarbeit zu erleichtern, die Beratungsqualität zu sichern und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Bei künstlicher Intelligenz plädiert er für Augenmaß: „KI wird den Berufsstand verändern. Doch Vertrauen und Verantwortung bleiben unersetzlich.“

Er versteht unter Business Development die Verbindung von technologischer Weiterentwicklung mit gemeinsamer Zukunftsgestaltung. In Zeiten wachsender globaler Plattformanbieter sieht er DATEV in der Verantwortung, die Stabilität und Unabhängigkeit der Mitglieder zu wahren und dabei gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Auch Nachhaltigkeit spielt für ihn eine zentrale Rolle – ökologisch wie ökonomisch. Innovationen müssten effizient, verantwortungsvoll und zukunftssicher sein. „Wir tragen Mitverantwortung für Stabilität und Vertrauen in die Wirtschaft“, sagt Koch. Sicherheit, Verlässlichkeit sowie klare ethische Leitplanken sind für ihn Grundlage jeder Entwicklung. Und trotz aller technologischen Dynamik steht für ihn der Mensch im Mittelpunkt. Denn nur dann bleibe DATEV ein verlässlicher Partner – auch für kommende Generationen.

Sebastian Koch

ist als Chief Business Development Officer verantwortlich für Mitgliederorientierung, Business Development sowie das Beteiligungsmanagement. Vor seinem Wechsel zu DATEV war er als Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer und in der öffentlichen Verwaltung tätig, zuletzt in der Inhouse-Beratung der Bundesrepublik Deutschland in Berlin.

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