Nürnberg, 27. März 2026: Deutliches Wachstum prägte das Geschäftsjahr 2025 der DATEV eG. Der IT-Dienstleister steigerte seinen Umsatz auf 1,650 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 135,8 Millionen Euro beziehungsweise 9 Prozent. Ebenso legte die Kundenbasis stark zu – um etwa ein Viertel (23,8 Prozent) auf rund 927.900 zum Jahresende. Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder zeigte sich mit 40.296 nahezu stabil, die Belegschaft wuchs leicht um 23 Personen auf 9.074 Beschäftigte. Das Betriebsergebnis des Vorjahres wurde mit 132,3 Millionen Euro (im Vorjahr 92,8 Millionen Euro) übertroffen. Es bildet die Basis für eine genossenschaftliche Rückvergütung an die Mitglieder von insgesamt 63,6 Mio. (Vorjahr 59,0 Mio.) Euro.
„Für unser Ziel, unsere Genossenschaftsmitglieder - die steuerlichen Berater - bei der Digitalisierung der Prozesse in ihren Kanzleien und bei ihren mittelständischen Mandanten zu unterstützen, haben wir die passgenauen Lösungen. Der über die vergangenen Jahre kontinuierliche, signifikante Anstieg unserer Kundenzahl ist dafür ein eindrucksvoller Beleg“, kommentiert DATEV-CEO Prof. Dr. Robert Mayr den positiven Geschäftsverlauf. „Angesichts einer nahezu stagnierenden Gesamtwirtschaft wollen wir die digitale Transformation weiter vorantreiben und damit für deutlich mehr Effizienz in Kanzleien wie Unternehmen sorgen.“
Cloud-Services und -Anwendungen weiter auf dem Vormarsch
Träger des Umsatzwachstums ist wie in den Vorjahren die gesamte Breite des DATEV-Angebots. Alle Produktgruppen konnten ein Plus verzeichnen. Dabei geht der Großteil des Zuwachses auf Cloud-Services und -Anwendungen zurück. Sie sorgten für fast zwei Drittel (63 Prozent) der Mehreinnahmen und machen mit 756,6 Millionen Euro inzwischen nahezu die Hälfte (45,9 Prozent) des Gesamtumsatzes aus. In diese Kategorie fallen Rechenzentrumsleistungen in den Bereichen Rechnungswesen, Steuern, Wirtschaftsberatung und Lohn sowie Services wie revisionssichere Archivierung und geschützte Datenübermittlung an Institutionen wie Krankenkassen oder Finanzbehörden.
Ebenfalls zu diesen Produkten zählt die mit derzeit mehr als 750.000 Nutzern am weitesten verbreitete Cloud-Lösung DATEV Unternehmen online. Sie sorgt in Unternehmen für mehr Effizienz in der Rechnungsbearbeitung und dient als gemeinsame Arbeitsplattform für die Zusammenarbeit mit der Steuerberatungskanzlei. Innerhalb des DATEV-Systems ist sie auch ein zentrales Element für den Umgang mit E-Rechnungen. Belege von rund 1,7 Mio. Unternehmen werden aktuell darüber ausgetauscht.
KI-Lösungen starten durch
Im Bereich KI verfolgt DATEV einen integrativen Ansatz. KI-Unterstützung soll überall dort in den Anwendungen verfügbar werden, wo sie einen Mehrwert bei der Nutzung verspricht. Deshalb wird sich der KI-Umsatz mittelfristig nicht mehr sinnvoll gesondert ausweisen lassen. Derzeit ist eine Einzelbetrachtung der Produkte, in denen künstliche Intelligenz (KI) enthalten ist, aber noch möglich. Im Jahr 2025 hat sich der Umsatz damit gegenüber dem Vorjahr fast verdreifacht. Umsatzstärkstes Produkt im KI-Umfeld war der Automatisierungsservice Rechnungen, der auf Basis von KI aus Rechnungsdaten Buchungsvorschläge erstellt.
Stärkste Produktgruppen: Rechnungswesen und Personalwirtschaft
Unter den Produktgruppen liefert Rechnungswesen mit 610,8 Millionen Euro erneut den größten Umsatzposten. Dabei ist der Produktbereich sowohl absolut als auch prozentual am stärksten gewachsen. Mit einem Umsatzplus von 71,5 Mio. Euro (+13,3 Prozent) hat er gut die Hälfte (52,8 Prozent) des Gesamtwachstums generiert.
Ebenfalls signifikant sind die Steigerungen in der zweitstärksten Produktgruppe Personalwirtschaft. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete sie ein Plus von 22,0 Mio. Euro (7,1 Prozent) und erzielte einen Umsatz von 331,1 Millionen Euro. Außerdem erhöhte sich die Anzahl mit DATEV-Software abgerechneter Arbeitnehmer auf durchschnittlich 14,9 Millionen im Monat (im Vorjahr 14,7 Millionen). Durch Effekte wie Ein- und Austritte oder saisonale Beschäftigungsverhältnisse in den Unternehmen gibt es bei dieser Zahl grundsätzlich monatliche Schwankungen. Im Juli 2025 wurde sogar erstmals die Marke von 15 Millionen Beschäftigten überschritten, die eine Lohn- oder Gehaltsabrechnung aus einem DATEV-System erhielten.
Auch in seinen Digitalisierungsbestrebungen zeigte sich der Produktbereich erfolgreich: Mehr als ein Drittel (36,4 Prozent) der genannten Abrechnungen werden den Empfängern inzwischen über das Portal Arbeitnehmer online rein elektronisch zugestellt. Ende 2025 waren 5,4 Millionen Beschäftigte dort registriert – rund 600.000 mehr als im Vorjahr.